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Aktualisiert: 21. Oktober 2026 13 Min. Lesezeit

Bitcoin bei der Sparkasse und Volksbank kaufen: Was 2026 geht, was es kostet – und die Alternativen

Philipp Zurawski
Philipp ZurawskiGründer & Chefredakteur

Krypto-Investor seit 05. April 2017

Zuletzt aktualisiert: 21. Oktober 2026

Das Wichtigste in Kürze · Stand 21.10.2026

  • Sparkasse: Seit dem 19. Oktober 2026 möglich – aber nur, wenn Ihre Sparkasse mitmacht. „Krypto – powered by Deka“ steckt in der App Sparkasse unter „Anlegen“: Bitcoin, Ethereum, XRP, Solana und Polygon, 0,99 € je Kauf oder Verkauf plus ein Spread der DekaBank, den sie nicht beziffert. Am 21.10.2026 nennt die Deka fünf teilnehmende Sparkassen; laut DSGV sollen jeden Monat 30 bis 40 dazukommen.
  • Volksbank: Läuft. „meinKrypto“ der DZ BANK hat seit Ende Dezember 2025 die MiCAR-Zulassung der BaFin; Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Cardano in der VR Banking App, jede Bank entscheidet selbst. Beispiel Hannoversche Volksbank: 0,78 % Provision je Kauf oder Verkauf plus Drittkosten, Mindestorder 10 €.
  • Eigene Wallet: Bei der Sparkasse nur eingeschränkt – die Deka liefert kostenlos aus, aber nur an Konten bei vier zugelassenen Krypto-Dienstleistern, nicht auf eine Hardware-Wallet. Bei meinKrypto ist ein Transfer in den Unterlagen gar nicht vorgesehen.
  • Einordnung: Die feste Gebühr von 0,99 € ist bei 1.000 € und mehr niedrig – entscheidend ist der Spread, den Sie erst in der Kaufmaske sehen. Bei kleinen Beträgen kippt es: Bei 25 € sind 0,99 € schon rund 4 %. Für den ersten Kauf im vertrauten Banking bequem; wer regelmäßig kauft oder selbst verwahren will, ist mit dem Börsen-Vergleich besser bedient.

Sparkasse: Start am 19. Oktober 2026 – Sparkasse für Sparkasse

Noch 2022 hatte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) seinen Instituten empfohlen, keinen Kryptohandel anzubieten. Im Juni 2025 kam die Kehrtwende: Die DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen, sollte ein Kryptoangebot für die ganze Gruppe bauen. Am 19. Oktober 2026 ist es gestartet. Die Deka bietet laut ihrer Presseinformation vom selben Tag den Handel mit fünf Kryptowährungen an – Bitcoin, Ethereum, Solana, XRP und Polygon –, für 0,99 Euro je Order, in einem eigenen Bereich der Themenwelt „Anlegen“ in der App Sparkasse. Ein Wertpapierdepot ist dafür nicht nötig.

Einen bundesweiten Starttermin gibt es nicht. „Wann eine Sparkasse startet, entscheidet sie selbst“, sagte DSGV-Vorstand Joachim Schmalzl der dpa. Zum Start waren nur die ersten Institute dabei; pro Monat sollen 30 bis 40 weitere dazukommen, und im ersten Halbjahr 2027 will der Verband „einen großen Teil der interessierten Sparkassen“ angebunden haben. Auf ihrer Website listet die Deka am 21.10.2026 fünf kooperierende Sparkassen: die Frankfurter Sparkasse, die Taunus Sparkasse, die Sparkasse Karlsruhe, die Sparkasse Rottal-Inn und die Niederrheinische Sparkasse RheinLippe. Ob Ihre Sparkasse dabei ist, sehen Sie in der App unter „Anlegen“ oder in dieser Liste (deka.de/krypto, „Weiterführende Inhalte“).

An der Haltung hat sich wenig geändert: Kryptowährungen bleiben aus Sicht der Sparkassen „hochspekulative Anlagen“, das Angebot richtet sich nur an volljährige Selbstentscheider, und eine Beratung oder aktive Bewerbung „in der Breite“ ist nicht vorgesehen (DSGV laut dpa, 19.10.2026).

Krypto – powered by DekaStand 21.10.2026
VertragspartnerDekaBank Deutsche Girozentrale – eigenes Krypto-Konto bei der Deka, eröffnet in der App Sparkasse; kein Depot nötig
ZugangApp Sparkasse → „Anlegen“ → „Krypto – powered by Deka“; nur volljährige Selbstentscheider, keine Beratung; Freigabe mit den gewohnten Sicherungsverfahren der App (z. B. pushTAN)
Verfügbarkeitschrittweise, jede Sparkasse entscheidet selbst; am 21.10.2026 fünf Sparkassen, 30 bis 40 neue pro Monat geplant
CoinsBitcoin (BTC), Ether (ETH), XRP, Solana (SOL), Polygon (POL)
Kosten0,99 € je Kauf oder Verkauf; dazu der Spread der Deka (nicht beziffert); Registrierung, Verwahrung, Auslieferung und Abrechnungen kostenlos
Ordergrößekeine Mindestorder; höchstens 250.000 € je Transaktion
PreisbildungFestpreis auf Anfrage: Die Deka nennt einen für kurze Zeit verbindlichen Preis (Marktreferenzpreis plus eigener Spread); bei großen Beträgen oder starken Kursbewegungen kann sie den Spread erhöhen oder den Handel einschränken
Handelszeitennahezu rund um die Uhr, soweit die Technik verfügbar ist; Wartungsfenster möglich
Verwahrungbei der DekaBank selbst, in Multi-Signature-Wallets als Sammelverwahrung – private Schlüssel werden nicht herausgegeben
Transfer auf eigene WalletAuslieferung kostenlos, aber nur an ein anderes Deka-Krypto-Konto oder an Wallets von vier zugelassenen Dienstleistern: Crypto Finance (Deutschland), Tangany, Börse Stuttgart Digital Custody, Bullish Europe. Mindestmengen u. a. 0,0001 BTC, 0,01 ETH. Einlieferung von außen nur für institutionelle Kunden
ZulassungDekaBank Deutsche Girozentrale steht im ESMA-Register: Verwahrung, Orderausführung und Transfer seit 01.12.2025, Tausch Kryptowerte gegen Geld seit 25.06.2026 (BaFin) – geprüft 18.09.2026

Der Punkt Transfer verdient einen zweiten Blick. „Auslieferung an eine externe Wallet“ heißt bei der Deka nicht, dass Sie Ihre Bitcoin auf einen Ledger oder in eine selbstverwaltete App schicken können: Ziel muss eine Wallet bei einem der vier freigegebenen Dienstleister sein. Die Börse Stuttgart Digital Custody verwahrt etwa die Coins von BISON und BSDEX – ob der Weg von der Deka auf ein eigenes BISON- oder BSDEX-Konto in der Praxis klappt, haben wir nicht getestet. Wer seine Coins selbst halten will, kauft besser gleich bei einem Anbieter mit freiem Wallet-Transfer (Wallet-Vergleich).

Was es daneben gibt: Der S Broker, der Wertpapierbroker der Sparkassen, handelt Krypto-ETPs – börsengehandelte Schuldverschreibungen auf Bitcoin und andere Coins im normalen Depot, ohne Wallet, mit laufender Produktgebühr (Unterschiede im Beitrag Krypto-ETPs). Und einzelne Sparkassen, etwa die Kreissparkasse Verden, verlinken auf ihrer Website die Börse Stuttgart Digital Exchange (BSDEX) als Partner für echten Kryptohandel – das ist ein eigenes Konto bei der BSDEX, nicht die Sparkassen-App.

Volksbank: „meinKrypto“ läuft seit Anfang 2026

Die genossenschaftlichen Banken waren schneller. Nach einer Pilotphase mit sechs Volksbanken seit Ende 2024 erhielt die DZ BANK Ende Dezember 2025 die MiCAR-Zulassung der BaFin für ihre Plattform „meinKrypto“ (Presseinformation vom 12. Januar 2026). Die Fakten aus der Mitteilung und dem Preisverzeichnis einer teilnehmenden Bank:

meinKrypto (DZ BANK / Atruvia)Stand 17.09.2026
ZugangKrypto-Wallet in der VR Banking App, für Selbstentscheider, nicht Teil der Beratung; Demo-Modus mit fiktivem Guthaben
Verfügbarkeitjede Volksbank/Raiffeisenbank entscheidet selbst und braucht eine eigene MiCAR-Notifizierung; laut Genoverband-Studie (09/2025) planten über ein Drittel der Banken die Einführung
CoinsBitcoin, Ethereum, Litecoin, Cardano
Kosten (Beispiel Hannoversche Volksbank)Registrierung kostenlos; 0,78 % Provision je Kauf und Verkauf zuzüglich Auslagen und Kosten Dritter; Mindestorder 10 € (Verkauf kleinerer Restpositionen möglich)
Handelszeitengrundsätzlich rund um die Uhr, vorbehaltlich technischer Verfügbarkeit
Ausführung und VerwahrungAusführung über die EUWAX AG, Verwahrung bei der Boerse Stuttgart Digital Custody – dieselbe Infrastruktur wie hinter BISON und BSDEX
Voraussetzungenvolljährig, Hauptwohnsitz in Deutschland, Konto mit VR Banking App inkl. VR-NetKey, gültiger Ausweis, Legitimation nicht älter als 24 Monate; ausgeschlossen u. a. US-, russische und belarussische Staatsbürger
Transfer auf eigene Walletin den geprüften Unterlagen nicht vorgesehen – die Wallet ist Teil der App

Die Provision setzt jede Bank in ihrem eigenen Preisverzeichnis fest; 0,78 % ist der Wert der Hannoverschen Volksbank vom Dezember 2025. Dazu kommen „Auslagen und fremde Kosten“ der Ausführung – praktisch der Spread der EUWAX, den die Bank nicht beziffert. Prüfen Sie vor dem ersten Kauf das Preisverzeichnis Ihrer Bank; es ist auf der jeweiligen „Kryptowerte handeln“-Seite verlinkt.

Sparkasse, Volksbank oder Krypto-Börse: die Unterschiede

Sparkasse (Deka)Volksbank (meinKrypto)Zugelassene Krypto-Börse (z. B. Bitvavo, BISON, Kraken)
KontoKrypto-Konto bei der Deka, in der App Sparkasse eröffnetWallet in der VR Banking Appeigenes Konto mit Video- oder Ausweis-Ident
Kosten je Kauf0,99 € + Spread0,78 % + Drittkosten (Hannoversche Volksbank)0,15–0,25 % (Bitvavo, Finst), 1 % + Spread (Broker-Apps), 1,25 % Spread (BISON)
Coins5410 (BSDEX) bis über 650 (Bitpanda)
VerwahrungDekaBank, FrankfurtBoerse Stuttgart Digital Custodyje nach Anbieter Deutschland, Niederlande, Irland, Luxemburg – alle mit MiCA-Zulassung
Eigene Walletnein – nur an vier zugelassene Dienstleisternicht vorgesehenbei den meisten Anbietern möglich (siehe Wallet-Vergleich)
Sparplan, Stakingnicht dokumentiertnicht dokumentiertSparpläne ab 0,01 €, Staking bei vielen Anbietern
Beratungausdrücklich keineausdrücklich keinekeine
SteuermeldungDAC8 seit 2026DAC8 seit 2026DAC8 seit 2026

Ein Punkt verdient Klarheit: Die Verwahrung „bei der Bank“ ist keine Einlage. Kryptowerte fallen nicht unter die Einlagensicherung, auch nicht bei Sparkasse oder Volksbank. Sie werden getrennt vom Bankvermögen gehalten und bleiben nach dem Kryptomärkteaufsichtsgesetz auch in einer Insolvenz Ihnen zugeordnet – das gilt aber genauso für jede zugelassene Börse, und das Kursrisiko tragen Sie in jedem Fall. Der Vorteil des Bankwegs liegt nicht in mehr Schutz vor Kursverlusten, sondern in weniger Handgriffen.

Was 1.000 Euro Bitcoin kosten

AnbieterGebühr für 1.000 € BitcoinQuelle / Prüfdatum
Sparkasse (Deka)0,99 € + Spread (nicht beziffert)Preisinformation 09/2026, geprüft 21.10.2026
Volksbank meinKrypto (Hannoversche Volksbank)7,80 € + DrittkostenPreisverzeichnis 12/2025, geprüft 17.09.2026
Bitvavo2,50 € (Taker), kein Spread17.09.2026
Finst1,50 €, laut Anbieter ohne Spread16.09.2026
BISON (Börse Stuttgart)12,50 € (Spread 1,25 %)15.09.2026
Trade Republic1 € + Spread16.09.2026
Bitpanda9,90 € + Spread15.09.2026

Die Sparkasse rechnet wie Trade Republic: ein fester Betrag je Order plus Spread. Die 0,99 € allein sind bei 1.000 € nur 0,1 Prozent – aber die Zahl ist unvollständig, denn den Spread legt die Deka selbst fest und nennt ihn in keinem Dokument. Ob das Angebot günstig ist, entscheidet sich also an der Kaufmaske: Vergleichen Sie den angezeigten Preis mit dem aktuellen Kurs (etwa in unserer Kursübersicht) – die Differenz ist Ihr Spread. Bei kleinen Beträgen wiegt dagegen schon die feste Gebühr schwer: 25 € kosten 0,99 €, also rund 4 Prozent.

Die Volksbank liegt mit 0,78 % im Mittelfeld der Broker-Apps und deutlich über den Orderbuch-Börsen. Bei 10.000 Euro sind das 78 Euro gegen 25 Euro bei Bitvavo. Alle Anbieter nebeneinander, mit Rechner: Krypto-Börsen-Vergleich.

Für wen der Bankweg passt – und für wen nicht

  • Passt: Wer einmalig einen Betrag ab einigen hundert Euro in Bitcoin oder Ether halten will, ohne ein weiteres Konto, eine weitere App und eine weitere Verifizierung – und wem eine Verwahrung bei der eigenen Bankengruppe wichtiger ist als die letzten Zehntelprozent.
  • Passt nicht: Wer regelmäßig kleine Beträge kauft (Sparplan nicht dokumentiert, 0,99 € je Order), mehr als fünf Coins will, seine Coins auf eine eigene Hardware-Wallet übertragen möchte oder Staking nutzen will.
  • Sparkassen-Kunden, deren Sparkasse noch nicht dabei ist: warten – laut DSGV kommen 30 bis 40 Häuser pro Monat dazu – oder eine zugelassene Börse nutzen.

So läuft der Kauf

Bei der Sparkasse

  1. Prüfen, ob Ihre Sparkasse mitmacht: In der App Sparkasse die Themenwelt „Anlegen“ öffnen – fehlt „Krypto – powered by Deka“, ist Ihre Sparkasse noch nicht angebunden.
  2. Krypto-Konto eröffnen: Das Konto führt die DekaBank; die Eröffnung läuft in der App und dauert laut Deka wenige Minuten. Sie bestätigen dabei, dass Sie ohne Beratung selbst entscheiden.
  3. Kaufen: Coin und Betrag wählen, die Deka nennt einen kurz gültigen Festpreis. Jetzt den Preis mit dem Marktkurs vergleichen, dann mit pushTAN freigeben; 0,99 € werden je Order fällig.
  4. Belege sichern: Abrechnungen, Quartals- und Jahresberichte kommen ins ePostfach – für die Steuer aufbewahren, die Haltefrist von einem Jahr läuft ab dem Kauftag (Krypto-Steuern).

Bei der Volksbank

  1. Prüfen, ob Ihre Bank meinKrypto anbietet: Die Seite „Kryptowerte handeln“ auf der Website Ihrer Volksbank oder Raiffeisenbank zeigt es – und verlinkt das Preisverzeichnis.
  2. Voraussetzungen: VR Banking App mit VR-NetKey und ePostfach, gültiger Ausweis, Legitimation jünger als 24 Monate (sonst zuerst Video-Ident).
  3. Krypto-Wallet in der App eröffnen – kostenlos; wer unsicher ist, probiert zuerst den Demo-Modus mit fiktivem Guthaben.
  4. Kaufen: ab 10 € je Order, rund um die Uhr; die Provision (z. B. 0,78 %) plus Drittkosten werden vor der Ausführung angezeigt.
  5. Belege sichern: Abrechnungen aus dem ePostfach für die Steuer aufbewahren.

Meine Einordnung

Dass jetzt auch die Sparkassen Bitcoin in ihre App holen, ist die eigentliche Nachricht – 2022 galt das beim Verband noch als unverantwortlich. Für Einsteiger senkt es die Hürde spürbar, und eine feste Gebühr von 0,99 € ist auf dem Papier günstiger als die 0,78 % der Volksbanken. Zwei Dinge würde ich trotzdem im Kopf behalten: Erstens ist der Preis erst vollständig, wenn man den Spread kennt – und den nennt die Deka nicht; ein Blick auf den Börsenkurs vor dem Klick auf „Kaufen“ kostet zehn Sekunden. Zweitens ist „Verwahrung bei der Bank“ eine Bequemlichkeit, kein Sicherheitsversprechen: Der Kurs kann genauso fallen, und wer seine Coins wirklich selbst halten will, kommt bei der Deka nicht an eine eigene Wallet heran. Ich kaufe seit 2021 direkt bei BISON; dort weiß ich, was der Spread kostet.

Häufige Fragen

Kann ich bei der Sparkasse Bitcoin kaufen?

Ja, seit dem 19. Oktober 2026 – aber nur, wenn Ihre Sparkasse das Angebot „Krypto – powered by Deka“ freigeschaltet hat. Am 21.10.2026 waren es fünf Sparkassen; jeden Monat sollen 30 bis 40 dazukommen. Sie finden es in der App Sparkasse unter „Anlegen“.

Was kostet Bitcoin bei der Sparkasse?

0,99 € je Kauf oder Verkauf laut Preisinformation der DekaBank, ohne Mindestorder. Dazu kommt ein Spread, den die Deka selbst festlegt und nicht beziffert. Verwahrung und Auslieferung sind kostenlos.

Welche Kryptowährungen gibt es bei der Sparkasse?

Zum Start fünf: Bitcoin, Ethereum, XRP, Solana und Polygon (POL). Staking oder ein Sparplan sind in den Unterlagen nicht vorgesehen.

Kann ich Bitcoin von der Sparkasse auf meine eigene Wallet übertragen?

Nur eingeschränkt. Die DekaBank liefert kostenlos aus, aber ausschließlich an andere Deka-Krypto-Konten oder an Wallets bei vier zugelassenen Dienstleistern (Crypto Finance, Tangany, Börse Stuttgart Digital Custody, Bullish Europe). Eine Hardware-Wallet oder selbstverwaltete App ist kein zulässiges Ziel.

Kann ich bei der Volksbank Bitcoin kaufen?

Ja, wenn Ihre Volksbank oder Raiffeisenbank „meinKrypto“ freigeschaltet hat: Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Cardano in der VR Banking App, ab 10 € je Order, mit MiCAR-Zulassung der DZ BANK seit Dezember 2025. Ob Ihre Bank dabei ist, steht auf deren Website unter „Kryptowerte handeln“.

Ist Bitcoin bei der Bank sicherer als an einer Krypto-Börse?

Nicht beim Kursrisiko – das ist identisch. Bei der Verwahrung gilt bei Bank und zugelassener Börse dasselbe MiCA-Recht: getrennte Verwahrung, keine Einlagensicherung. Der Unterschied ist Bequemlichkeit: bekannte App, keine neue Verifizierung.

Kann ich Bitcoin von der Volksbank auf meine eigene Wallet übertragen?

In den geprüften Unterlagen ist das nicht vorgesehen – meinKrypto ist eine Wallet innerhalb der VR Banking App. Wer Coins selbst verwahren will, braucht einen Anbieter mit Wallet-Transfer (Übersicht im Wallet-Vergleich).

Melden Sparkasse und Volksbank meine Bitcoin-Käufe ans Finanzamt?

Ja, wie jeder zugelassene Krypto-Dienstleister seit dem 1. Januar 2026 nach DAC8. Steuerlich gilt das Übliche: ein Jahr Haltefrist, Freigrenze 1.000 € für private Veräußerungsgewinne.

Bekomme ich bei der Sparkasse eine Beratung zu Bitcoin?

Nein. Beide Bankengruppen richten ihre Angebote ausdrücklich an Selbstentscheider und beraten nicht zu Kryptowerten; die Sparkassen wollen das Angebot auch nicht in der Breite bewerben.

Quellen und Prüfdatum

  • DekaBank, Presseinformation „DekaBank startet Krypto-Angebot für Sparkassen-Kundinnen und -Kunden“ vom 19.10.2026 (deka.de, Pressearchiv): fünf Coins, 0,99 € je Order, App Sparkasse/„Anlegen“, kein Depot nötig, Verwahrung in der Wallet der Deka – geprüft 21.10.2026
  • DekaBank, „Preisinformation für Kryptowerte“, Fassung September 2026 (PDF, deka.de/deka-gruppe/service/micar): 0,99 € je Kauf/Verkauf, keine Mindestorder, max. 250.000 €, Request-for-Quote mit eigenem Spread, Verwahrung und Auslieferung kostenfrei – geprüft 21.10.2026
  • DekaBank, „Kundeninformation für Kryptowerte“ und „Basisinformation zum Kryptowertehandel“, jeweils Fassung September 2026; „Unterstützte Kryptowerte“ (09/2026), „Auslieferung an zugelassene Kryptowerte-Dienstleister“ und „Mindestwerte für Auslieferungen“ (beide 10/2026); Sonderbedingungen für Kryptowerte 2026 (PDFs, ebd.) – geprüft 21.10.2026
  • DekaBank, Produktseiten deka.de/krypto/angebot und „Weiterführende Inhalte“ (Liste der kooperierenden Sparkassen, Kontoeröffnung, Festpreis je Transaktion) – geprüft 21.10.2026
  • dpa, 19.10.2026, „Sparkassen starten Kryptohandel – und warnen Kunden davor“ (hier über t3n.de): DSGV-Angaben zu 30 bis 40 Sparkassen pro Monat, Zitate Joachim Schmalzl, keine Beratung, „hochspekulative Anlagen“ – geprüft 21.10.2026. Eine eigene DSGV-Pressemitteilung zum Start gab es bis zum Prüfdatum nicht.
  • ESMA, Interim MiCA Register „Crypto-asset service providers“ (CASPS.csv, Stand 15.09.2026): DekaBank Deutsche Girozentrale (BaFin, Dienste a/e/j seit 01.12.2025, c seit 25.06.2026), DZ BANK AG (BaFin, Dienste a/e/j seit 23.12.2025) – geprüft 18.09.2026
  • DZ BANK, Presseinformation „DZ BANK erhält MiCAR-Zulassung für Handel mit Kryptowerten“ vom 12.01.2026 (PDF, dzbank.de): meinKrypto, BTC/ETH/LTC/ADA, VR Banking App, Selbstentscheider, Atruvia, Boerse Stuttgart Digital Custody, EUWAX, Genoverband-Studie – geprüft 17.09.2026
  • Hannoversche Volksbank eG, Preis- und Leistungsverzeichnis für den Kryptowertehandel (Stand 12/2025): 0,78 % Provision, Mindestorder 10 €, Drittkosten; Produktseite „Kryptowerte handeln“ (Coins, Voraussetzungen, Demo-Modus, Handelszeiten) – geprüft 17.09.2026
  • Kreissparkasse Verden, Seite „Kryptowährungen“ (BSDEX als Partner, Verwahrung blocknox, Euro-Guthaben Solarisbank) – geprüft 17.09.2026
  • Vorgeschichte: dpa/ZDFheute, 30.06.2025, „Sparkassen planen Kryptoangebot für Privatkunden“ (DSGV-Beschluss, DSGV-Position 2022); Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen, Presseinformation zum ersten Halbjahr 2026 vom 07.09.2026 (Start „ab Oktober“) – geprüft 17.09.2026
  • Vergleichswerte der Börsen: Prüfprotokoll zum Krypto-Börsen-Vergleich, 15.–17.09.2026
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