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ErfahrungsberichtAktualisiert: 16. September 2026 3 Min. Lesezeit

ApolloX 2026: keine EU-Zulassung – Status für Nutzer aus Deutschland

ApolloX bietet gehebelte Perpetual-Kontrakte ohne EU-Zulassung an; schon 2023 konnten wir den Firmensitz nicht ermitteln. Was seit dem 1. Juli 2026 gilt und welche zugelassenen Alternativen es gibt.

Philipp Zurawski
Philipp ZurawskiGründer & Chefredakteur

Krypto-Investor seit 05. April 2017

Zuletzt aktualisiert: 16. September 2026

ApolloX
Illustration: KI-generiert

Status in Kürze · Stand 16. September 2026

  • Status: ApolloX (APX) ist eine Derivate-Plattform ohne EU-Zulassung; im ESMA-Register steht keine ApolloX-Gesellschaft. Schon 2023 konnten wir Firmensitz und Verantwortliche nicht ermitteln.
  • Für Sie: Gehebelte Krypto-Derivate ohne Aufsicht – für Privatanleger im EWR die risikoreichste Kombination. Seit dem 1. Juli 2026 keine aktive Kundenansprache im EWR erlaubt.
  • Unsere Einordnung: Keine Empfehlung, Partnerlinks entfernt.
  • Alternativen: Kraken (Futures unter EU-Aufsicht), eToro – siehe unten.

Ist ApolloX in Deutschland noch nutzbar?

ApolloX ist eine 2021 gestartete Plattform für gehebelte Perpetual-Kontrakte, die zentralisierten Handel mit einer dezentralen Variante kombiniert. Für Anleger aus Deutschland ist die Bewertung kurz: keine EU-Zulassung, kein Registereintrag, kein bekannter Antrag – und bereits in unserem Bericht von 2023 stand, dass wir weder Firmensitz noch die Personen hinter der Börse ermitteln konnten. Bei einem Anbieter, der Hebelprodukte anbietet, ist das ein Ausschlusskriterium.

Was seit dem 1. Juli 2026 gilt

Seit dem 1. Juli 2026 ist die Übergangsfrist der EU-Verordnung MiCA (Markets in Crypto-Assets) abgelaufen. Krypto-Dienstleistungen für Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum dürfen seitdem nur noch Anbieter erbringen, die eine Zulassung einer nationalen Aufsicht (in Deutschland: BaFin) besitzen und im Register der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA stehen. Für Sie als Kunden heißt das: Bei einem Anbieter ohne Registereintrag gelten die MiCA-Schutzregeln – getrennte Verwahrung, Beschwerdeverfahren, Aufsicht über Werbung und Interessenkonflikte – nicht. Die Nutzung ist für Privatpersonen nicht strafbar, aber der Anbieter darf Sie nicht aktiv ansprechen, kann Konten aus dem EWR einschränken, und im Streitfall haben Sie keinen europäischen Aufsichtsansprechpartner. Genau das ist der Grund, warum wir für solche Anbieter keine Empfehlung mehr aussprechen und alle Partnerlinks entfernt haben.

Ich habe noch Guthaben dort – was jetzt?

  • Offene Kontrakte schließen und das Restguthaben (meist USDT oder BUSD/USDC) auf eine eigene Wallet oder zu einem zugelassenen Anbieter übertragen.
  • Ruhe bewahren: Ein fehlender Registereintrag bedeutet nicht, dass Guthaben verloren sind. Prüfen Sie zuerst, ob Sie sich noch einloggen und Auszahlungen anstoßen können.
  • Auszahlen statt verkaufen, wenn möglich: Übertragen Sie Coins auf eine eigene Wallet (Hardware-Wallet) oder direkt zu einem zugelassenen Anbieter. Erst dort verkaufen – so vermeiden Sie einen Zwangsverkauf zu schlechten Kursen.
  • Netzwerk und Adresse doppelt prüfen: Kleiner Testbetrag zuerst, dann der Rest. Auszahlungslimits und Gebühren stehen beim Anbieter im Auszahlungsdialog.
  • Belege sichern: Exportieren Sie die Transaktionshistorie, solange das Konto erreichbar ist – Sie brauchen sie für die Steuererklärung und im Streitfall.
  • Konto nicht vorschnell löschen: Erst wenn alle Guthaben – auch Staking-, Earn- oder Futures-Positionen – aufgelöst und ausgezahlt sind.

Warum wir ApolloX nicht mehr empfehlen

Schon 2023 hatten wir geraten, keine größeren Bestände auf der Plattform zu lassen und Gewinne zügig auszuzahlen. Mit MiCA ist daraus eine klare Nicht-Empfehlung geworden: gehebelte Derivate, unbekannter Sitz, keine Aufsicht. Wer Futures handeln will, findet sie bei Anbietern unter EU-Aufsicht.

Zugelassene Alternativen für Deutschland, Österreich und die Schweiz

Futures und Margin unter EU-Aufsicht gibt es bei Kraken; CFDs mit Hebel bei eToro (CySEC, 51 % der Privatanleger-Konten verlieren dort Geld).

  • Kraken – MiCA-Zulassung der irischen Zentralbank (25.06.2025), Orderbuch mit über 600 Paaren, Kraken Pro ab 0,40 % Maker
  • eToro – MiCA-Lizenz der CySEC (01/2025), CopyTrader – für Krypto, Aktien und CFDs in einem Konto

Alle Anbieter mit Zulassung, geprüften Gebühren und Einzahlungswegen stehen im Krypto-Börsen-Vergleich; der Vergleichsrechner dort filtert nach Anwendungsfall und Einzahlungsweg.

Häufige Fragen

Ist ApolloX in der EU reguliert?

Nein. ApolloX steht nicht im ESMA-Register, ein MiCA-Antrag ist nicht bekannt, und der Firmensitz ist nicht öffentlich nachvollziehbar.

Kann ich ApolloX aus Deutschland nutzen?

Seit dem 1. Juli 2026 darf ApolloX Kunden im EWR nicht mehr aktiv bedienen. Wir raten davon ab, dort Guthaben zu halten.

Quellen und Prüfdatum

  • ESMA-Register, Abgleich über casptracker.eu (343 zugelassene Anbieter, keine ApolloX-Gesellschaft) – geprüft 16.09.2026

Hinweis: Diese Seite enthält keine Partnerlinks zu dem beschriebenen Anbieter. Links zu Alternativen führen auf unsere Erfahrungsberichte, in denen Affiliate-Links gekennzeichnet sind. Risikohinweis: Kryptowährungen sind hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich. Dieser Beitrag ist keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.

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Philipp Zurawski, Gründer von krypto-trading.com

Philipp Zurawski

Gründer & Chefredakteur krypto-trading.com

Im Markt aktiv seit 05. April 2017

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Nachdem ich am 05. April 2017 meine ersten Ether gekauft habe, begleite ich den Krypto-Sektor täglich durch Bullen- und Bärenmärkte. Auf krypto-trading.com teste ich Börsen, Broker und Wallets persönlich mit eigenem Kapital: Gebühren, Einzahlungswege, Auszahlungen und Regulierung – keine gesponserten Gefälligkeitsurteile.

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