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Aktualisiert: 17. September 2026 6 Min. Lesezeit

Bitcoin-Sparplan-Rechner: Was ein Sparplan seit 2013 gebracht hätte

Philipp Zurawski
Philipp ZurawskiGründer & Chefredakteur

Krypto-Investor seit 05. April 2017

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2026

Sparplan-Rechner: Was hätte ein Sparplan gebracht?

Historische Wochenschlusskurse von Kraken (Bitcoin ab September 2013), Stand 17.09.2026. Vergangenheit, keine Prognose.

Coin

Richtwerte je Ausführung (Stand 16.09.2026): BISON 1,25 % Spread, Bitpanda 0,99 % + Spread, Kraken-App 1 % + Spread, eToro 1 %, Trade Republic 0 € Pauschale + Spread, Bitvavo 0,25 %. Details im Sparplan-Vergleich.

Eingezahlt
6.100 €
61 Ausführungen, 61 € Gebühren
Wert heute
10.251 €
0,154098 BTC × 66.525 €
Gewinn vor Steuern
4.151 €
+68,1 % auf die Einzahlungen
Ø Einstandskurs
39.189 €
erster Kauf zu 39.004 €
0 €4 T€7 T€11 T€15 T€Sep 2021Mär 2024Sep 2026
Depotwert eingezahlt
Zum Vergleich – alles auf einmal: 6.100 € im Sep 2021 zum Kurs von 39.004 € angelegt wären heute 10.300 € (+68,9 %). Die Einmalanlage hätte mehr gebracht – so ist es in steigenden Märkten meistens; der Sparplan glättet den Einstieg, er maximiert ihn nicht.

Rechenweg: Ausführung zum Wochenschlusskurs der ersten Woche des Monats (monatlich) bzw. jeder Woche; Gebühr als Prozentsatz und Pauschale je Ausführung, keine Netzwerk- oder Auszahlungsgebühren, keine Steuern (siehe Krypto-Steuern). Kursdaten: Kraken BTC/EUR, ETH/EUR; aktueller Kurs CoinMarketCap, 17.09.26, 16:04 Uhr. Wertentwicklungen der Vergangenheit lassen keinen Schluss auf die Zukunft zu; Totalverlust möglich.

Das Wichtigste in Kürze · Kursdaten bis 17.09.2026

  • Was der Rechner macht: Er kauft rückwirkend zu echten Wochenschlusskursen (Kraken, Bitcoin ab September 2013, Ethereum ab August 2015) und zeigt, was aus Ihren Raten geworden wäre – inklusive Gebühr, Ø Einstandskurs und Vergleich zur Einmalanlage.
  • Was er nicht macht: Keine Prognose, keine Steuern, keine Netzwerk- oder Auszahlungsgebühren. Die Vergangenheit sagt nichts über künftige Kurse.
  • Typisches Ergebnis: In steigenden Märkten schlägt die Einmalanlage den Sparplan; in fallenden und seitwärts laufenden Märkten dreht sich das um. Der Sparplan glättet den Einstieg – er maximiert ihn nicht.
  • Zum echten Sparplan: Welche zugelassenen Anbieter Sparpläne ohne Ausführungsgebühr bieten, steht im Krypto-Sparplan-Vergleich.

So lesen Sie das Ergebnis

Der Rechner nimmt Ihre Rate und kauft sie in jedem gewählten Intervall zum Wochenschlusskurs – bei „monatlich“ in der ersten Handelswoche des Monats, bei „wöchentlich“ jede Woche. Von jeder Rate zieht er zuerst die Pauschale ab und dann den Prozentsatz für Gebühr oder Spread; der Rest wird zum Kurs der Woche in Coins gewandelt. Am Ende steht der Bestand in Bitcoin oder Ethereum, multipliziert mit dem Kurs der letzten Woche beziehungsweise dem aktuellen Kurs, wenn Sie bis heute rechnen.

Ø Einstandskurs ist der Preis, den Sie im Schnitt je Coin gezahlt haben (Einzahlungen abzüglich Gebühren, geteilt durch den Bestand). Liegt der aktuelle Kurs darüber, sind Sie im Plus. Gewinn vor Steuern ist der Unterschied zwischen Depotwert und Einzahlungen – ob und wie viel davon steuerpflichtig wäre, hängt von Haltefrist und Freigrenze ab (Krypto-Steuern).

Die Einmalanlage zum Vergleich legt die gesamte Summe am ersten Ausführungstermin an, mit denselben Gebühren. Sie zeigt, was Timing wert gewesen wäre – oder gekostet hätte.

Beispiele mit den echten Kursen

Alle Beispiele mit 100 Euro pro Monat und 1 Prozent Gebühr je Ausführung, gerechnet am 17.09.2026 bei einem Bitcoin-Kurs von rund 66.900 Euro. Der maximale Rückgang ist der größte zwischenzeitliche Verlust des Depotwerts gegenüber seinem Höchststand.

ZeitraumEingezahltDepotwertErgebnisEinmalanlagemax. Rückgang
Bitcoin, letzte 5 Jahre (09/2021–09/2026)6.100 €10.309 €+69 %+70 %−46 %
Bitcoin, letzte 10 Jahre (09/2016–09/2026)12.100 €136.640 €+1.029 %+12.033 %−75 %
Bitcoin, Start am Hoch 12/2017 bis heute10.600 €49.247 €+365 %+400 %−70 %
Bitcoin, Bärenmarkt 01/2018–12/20192.400 €2.683 €+12 %−49 %−43 %
Bitcoin, Start am Hoch 11/2021 bis 12/20221.400 €844 €−40 %−72 %−33 %
Bitcoin, letztes Jahr (09/2025–09/2026)1.300 €1.272 €−2 %−32 %−26 %
Ethereum, letzte 5 Jahre (09/2021–09/2026)6.100 €6.392 €+5 %−28 %−59 %

Drei Dinge fallen auf. Erstens: Über lange Zeiträume ist die Einmalanlage in der Rückschau fast immer besser – weil Bitcoin über die Jahre gestiegen ist und die späteren Raten teurer kauften. Zweitens: Wer am Hoch startet, ist mit dem Sparplan deutlich besser dran als mit der Einmalanlage (2018/2019: +12 % gegen −49 %; 2021/2022: −40 % gegen −72 %). Drittens: Selbst der Sparplan war in jedem der Zeiträume zwischendurch um 26 bis 78 Prozent unter Wasser. Wer das nicht aushält, sollte die Rate kleiner wählen, nicht den Zeitraum.

Mein eigener Sparplan im Rechner

Mein Bitcoin-Sparplan lief ab November 2021 bei BISON – also gestartet fast genau am damaligen Hoch – mit 5 Euro pro Tag. Genau dieses Szenario können Sie oben nachrechnen (Start November 2021, wöchentlich, 35 Euro): Der Depotwert lag bis September 2023 immer wieder unter den Einzahlungen, im Juni 2022 um rund 47 Prozent. Erst ab Herbst 2023 blieb er dauerhaft darüber. Schauen Sie deshalb zuerst auf den maximalen Rückgang, nicht auf die Rendite: Er ist die ehrliche Antwort auf die Frage „Halte ich das durch?“ – und eine kleine Rate hält man leichter durch als eine große.

Sparplan einrichten – die Kurzfassung

  1. Anbieter mit Zulassung wählen: Die Sparplan-Konditionen der geprüften Anbieter (BISON ab 0,01 €, Trade Republic ab 1 € ohne Pauschale, Bitpanda, Kraken, eToro) stehen im Sparplan-Vergleich; alle Anbieter des Börsen-Vergleichs haben eine MiCA-Zulassung oder BaFin-Aufsicht.
  2. Rate so wählen, dass sie im Bärenmarkt nicht wehtut: Rechnen Sie oben mit Start November 2021 – wenn Sie das Minus im Dezember 2022 ausgehalten hätten, passt die Rate.
  3. Gebühr prüfen: Bei kleinen Raten zählt die Pauschale, nicht der Prozentsatz: 1 Euro Pauschale auf 25 Euro sind 4 Prozent. Der Rechner zeigt die Summe der Gebühren über den ganzen Zeitraum.
  4. Coins übertragen können: Wählen Sie einen Anbieter, bei dem Sie die Coins später auf eine eigene Wallet holen können (Hardware-Wallet-Vergleich) – sonst bleibt der Sparplan ein Bilanzposten beim Anbieter.
  5. Steuern im Blick: Jede Rate hat ihre eigene einjährige Haltefrist; beim späteren Verkauf gilt FIFO. Details im Beitrag Krypto-Steuern.

Grenzen des Rechners

  • Wochenschlusskurse statt Tageskurse: Ein echter Sparplan wird an einem bestimmten Tag ausgeführt; der Wochenschluss ist eine Näherung. Für Ergebnisse über Monate und Jahre spielt das kaum eine Rolle, für einzelne Wochen schon.
  • Kraken als Kursquelle: Die Kurse eines Anbieters weichen um den Spread ab – deshalb der Prozentsatz „Gebühr/Spread“. Mehr dazu unter Krypto-Kurse.
  • Keine Steuern, keine Netzwerkgebühren: Der Gewinn ist ein Bruttowert; Übertragungen auf eine Wallet und Auszahlungen kosten extra.
  • Vergangenheit: Die Zahlen beschreiben, was war. Kryptowährungen können auch dauerhaft fallen – siehe Risikowarnung.

Häufige Fragen

Woher stammen die Kurse im Sparplan-Rechner?

Aus der öffentlichen Kursschnittstelle der Börse Kraken: Wochenschlusskurse für Bitcoin/Euro seit September 2013 und Ethereum/Euro seit August 2015. Der aktuelle Kurs für „Wert heute“ kommt von CoinMarketCap (Ersatzquelle CoinGecko) und wird alle 30 Minuten erneuert.

Ist ein Bitcoin-Sparplan besser als ein Einmalkauf?

In der Rückschau nicht: Weil Bitcoin über die Jahre gestiegen ist, hätte die Einmalanlage in den meisten langen Zeiträumen mehr gebracht. Der Sparplan gewinnt, wenn Sie nahe einem Hoch starten oder der Markt lange seitwärts läuft – und er ist für die meisten Anleger die Strategie, die sie tatsächlich durchhalten.

Wie viel Rendite hatte ein Bitcoin-Sparplan in den letzten 5 Jahren?

100 Euro pro Monat von September 2021 bis September 2026 hätten 6.100 Euro eingezahlt und rund 10.300 Euro Depotwert ergeben, also etwa plus 69 Prozent vor Steuern – bei einem zwischenzeitlichen Rückgang von 46 Prozent (Stand 17.09.2026, 1 Prozent Gebühr).

Berücksichtigt der Rechner Steuern?

Nein. In Deutschland sind Gewinne nach einem Jahr Haltefrist steuerfrei; bei kürzerer Haltefrist gilt die Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen. Beim Sparplan hat jede Rate ihre eigene Haltefrist, verkauft wird nach FIFO.

Kann ich auch einen Ethereum-Sparplan rechnen?

Ja, mit Kursen ab August 2015. Andere Coins sind bewusst nicht enthalten: Für sie fehlt entweder eine ausreichend lange Euro-Kurshistorie oder ein Sparplan-Angebot bei zugelassenen Anbietern.

Welche Gebühr soll ich eintragen?

Den Wert Ihres Anbieters je Ausführung: BISON 1,25 Prozent Spread, Bitpanda 0,99 Prozent plus Spread, Kraken-App 1 Prozent plus Spread, eToro 1 Prozent, Trade Republic keine Pauschale plus Spread, Bitvavo 0,25 Prozent (Stand 16.09.2026). Wenn Sie den Spread nicht kennen, rechnen Sie mit 1 bis 1,5 Prozent.

Quellen und Prüfdatum

  • Kursdaten: Kraken Public API, OHLC-Wochenkerzen XBT/EUR und ETH/EUR (api.kraken.com/0/public/OHLC) – abgerufen 17.09.2026
  • Aktueller Kurs: CoinMarketCap quotes/latest bzw. CoinGecko simple/price – automatisch alle 30 Minuten
  • Gebühren-Richtwerte: Erfahrungsberichte BISON, Bitpanda, Kraken, eToro, Trade Republic (geprüft 15./16.09.2026), Bitvavo-Preisverzeichnis (17.09.2026)
  • Steuern: BMF-Schreiben vom 06.03.2025 zu Kryptowerten, § 23 EStG (Freigrenze 1.000 €)
  • Eigene Nutzung: BISON-Sparplan 5 € täglich ab November 2021
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