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Aktualisiert: 16. September 2026 4 Min. Lesezeit

CoinTracking: Krypto-Steuerreport und Portfolio in einem Tool – wofür Sie es brauchen und wie es arbeitet

Philipp Zurawski
Philipp ZurawskiGründer & Chefredakteur

Krypto-Investor seit 05. April 2017

Zuletzt aktualisiert: 16. September 2026

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Das Wichtigste in Kürze · Stand 16.09.2026

  • CoinTracking ist ein Portfolio- und Steuertool aus München: Transaktionen von Börsen und Wallets importieren, Gewinne nach deutschem Recht berechnen, Steuerreport erzeugen.
  • Wann Sie es brauchen: ab dem Moment, in dem Sie mehr als einen Anbieter, Transfers zwischen Wallets, Staking-Rewards oder Coin-zu-Coin-Tausch haben. Dann ist die Handrechnung fehleranfällig.
  • Seit 2026 besonders wichtig: Krypto-Dienstleister melden Transaktionsdaten an die Steuerbehörden (DAC8). Ihre eigene Dokumentation muss dazu passen.
  • Kostenlos bis 200 Transaktionen; darüber kostenpflichtig. Wir nutzen CoinTracking selbst und verlinken es mit Partnerlink.

Das Problem, das CoinTracking löst

Jeder Verkauf, jeder Tausch Coin gegen Coin, jede Kartenzahlung mit Krypto ist in Deutschland ein privates Veräußerungsgeschäft. Für die Steuererklärung brauchen Sie je Vorgang Anschaffungsdatum, Anschaffungskosten, Veräußerungsdatum und Erlös – nach der FIFO-Methode, also die zuerst gekauften Coins gelten als zuerst verkauft. Wer bei einem Anbieter kauft und nie verkauft, hat ein einfaches Leben. Wer über Jahre bei mehreren Börsen gekauft, zwischen Wallets verschoben, gestakt und getauscht hat, steht vor Tausenden Zeilen, die kein Anbieter vollständig kennt. Genau hier setzt ein Steuertool an.

Wie CoinTracking arbeitet

  1. Import: per API-Schlüssel (nur Lesezugriff) von Börsen wie Kraken, Bitpanda oder Coinbase, per CSV-Datei, oder direkt aus Wallet-Adressen der Blockchain.
  2. Abgleich: Transfers zwischen eigenen Wallets werden als Umbuchung erkannt, nicht als Verkauf – der häufigste Fehler bei Handrechnungen.
  3. Berechnung: Gewinne und Verluste nach FIFO, Haltefrist je Coin, Staking- und Lending-Erträge als sonstige Einkünfte, alles in Euro zum Tageskurs.
  4. Report: ein Steuerbericht für das Jahr mit den Anlagen, die das Finanzamt erwartet; dazu Portfolio-Übersicht, Realisierte/unrealisierte Gewinne, Bestände je Anbieter.

Die Qualität steht und fällt mit dem Import: Fehlende Transaktionen führen zu falschen Anschaffungskosten. Planen Sie beim ersten Durchlauf Zeit ein, um Lücken und doppelte Einträge zu bereinigen – danach läuft es jährlich in Stunden statt Tagen.

Kosten und Alternativen

Der Basisplan ist kostenlos und deckt bis zu 200 Transaktionen ab – für einen Sparplan bei einem Anbieter reicht das lange. Darüber gibt es kostenpflichtige Tarife; die Preise haben wir zum Prüfdatum nicht verifiziert und nennen sie deshalb nicht, sie stehen auf der Anbieterseite. Kraken+-Abonnenten bekommen laut Kraken 800 Transaktionen gratis (in Deutschland ist Kraken+ derzeit nicht verfügbar). Alternativen mit deutschen Steuerreports sind Blockpit und Koinly; wir haben sie nicht selbst geprüft.

Zu CoinTracking (Partnerlink)

Was 2026 neu ist: Meldepflicht der Anbieter

Mit der EU-Richtlinie DAC8 müssen Krypto-Dienstleister seit dem 1. Januar 2026 Transaktionsdaten ihrer Kunden erfassen und an die Steuerbehörden melden; die Daten werden zwischen den EU-Staaten ausgetauscht. Für Sie bedeutet das: Das Finanzamt wird künftig wissen, was Sie bei zugelassenen Anbietern gehandelt haben. Eine saubere eigene Dokumentation, die zu diesen Meldungen passt, ist damit keine Kür mehr. Die Regeln im Detail: Krypto-Steuern.

Ich nutze CoinTracking selbst für meine Steuerunterlagen – mit Beständen bei mehreren Anbietern, Transfers auf die Hardware-Wallet und Staking-Erträgen wäre die Handrechnung für mich nicht mehr zuverlässig machbar.

Häufige Fragen

Was macht CoinTracking?

Es importiert Transaktionen von Börsen und Wallets, berechnet Bestände, Gewinne und Verluste nach deutschem Steuerrecht (FIFO, Haltefrist) und erstellt Steuerreports, die Steuerberater und Finanzämter kennen.

Ist CoinTracking kostenlos?

Der Basisplan ist kostenlos, bis 200 Transaktionen. Darüber gibt es kostenpflichtige Tarife – die aktuellen Preise stehen auf der Anbieterseite, wir haben sie zum Prüfdatum nicht verifiziert. Kraken+-Abonnenten erhalten laut Kraken 800 Transaktionen inklusive.

Brauche ich ein Tool, wenn ich nur Bitcoin halte?

Wenn Sie bei einem Anbieter kaufen und nie verkaufen: nein, dessen Historie reicht. Sobald Sie mehrere Anbieter, Transfers, Staking oder DEX-Tauschgeschäfte haben, spart ein Tool Stunden – und Fehler.

Ist CoinTracking sicher?

Sie geben nur Lese-Zugriff (API-Schlüssel ohne Handels- und Auszahlungsrecht) oder laden CSV-Dateien hoch. Das Tool kann keine Coins bewegen. Das Unternehmen sitzt in München.

Gibt es Alternativen?

Blockpit, Koinly, Accointing (heute Teil von Blockpit) und CryptoTax erstellen ebenfalls deutsche Steuerreports. Wir haben nur CoinTracking selbst genutzt und vergleichen die Tarife nicht.

Quellen und Prüfdatum

  • CoinTracking (kostenloser Basisplan bis 200 Transaktionen, Sitz München): cointracking.info – Stand Anbieterangaben; Tarife nicht verifiziert
  • Kraken+ (800 CoinTracking-Transaktionen inklusive): kraken.com/de-de/kraken-plus – geprüft 16.09.2026
  • DAC8: Richtlinie (EU) 2023/2226, Anwendung ab 01.01.2026; BMF-Schreiben vom 06.03.2025 zu Mitwirkungs- und Aufzeichnungspflichten

Werbehinweis: Der Link zu CoinTracking ist ein Affiliate-Link (Provision bei Abschluss, keine Mehrkosten, kein Einfluss auf die Bewertung). Risikohinweis: Kryptowährungen sind hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich. Dieser Beitrag ist keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.

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