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Aktualisiert: 16. September 2026 4 Min. Lesezeit

Mit Krypto Geld verdienen: sieben Wege, ehrlich bewertet – und die Reihenfolge, in der ich heute anfangen würde

Philipp Zurawski
Philipp ZurawskiGründer & Chefredakteur

Krypto-Investor seit 05. April 2017

Zuletzt aktualisiert: 16. September 2026

Das Wichtigste in Kürze · Stand 16.09.2026

  • Sechs Wege, mit Kryptowährungen Erträge zu erzielen: Halten, Sparplan, Staking, Lending, Trading, Mining – und ein siebter, der meistens verschwiegen wird: andere dazu bringen, sie zu kaufen.
  • Was bei den meisten funktioniert: langfristiges Halten und Staking bei zugelassenen Anbietern. Was meistens nicht funktioniert: Daytrading, Signalgruppen, Cloud Mining, Hebel.
  • Ertrag ist immer Vergütung für ein Risiko: Kursrisiko, Netzwerkrisiko, Kreditrisiko, Anbieterrisiko. Wer den Ertrag will, muss das Risiko benennen können.
  • Meine Bilanz seit 2017: Das Geld hat das Halten verdient. Verloren habe ich mit Mining (2017) und Lending (2022). Diese Seite ordnet ehrlich ein, was ich seither empfehle – und was nicht.

Die sieben Wege – ehrlich bewertet

WegWoher der Ertrag kommtHauptrisikoAufwandMeine Einordnung
Kaufen und haltenKursanstieg über JahreKursrisiko, Zyklen von −80 %geringdie Methode, mit der die meisten Anleger tatsächlich verdient haben – HODL
Sparplanwie Halten, mit geglättetem EinstiegKursrisikoeinmalig einrichtender beste Start für fast alle – Sparplan-Vergleich
StakingNetzwerk-Rewards für Proof-of-Stake-CoinsKurs, Sperrfristen, Slashing; Provision des Anbietersgeringsinnvoller Zusatz auf Bestände, die ohnehin liegen – Staking-Vergleich
LendingZinsen aus dem Kreditgeschäft des AnbietersAnbieterinsolvenz (2022: Celsius, BlockFi), nicht MiCA-reguliertgeringnur mit Beträgen, deren Verlust Sie verkraften – Lending
TradingKursdifferenzen, kurzfristigFehlentscheidungen, Gebühren, Hebelhoch, täglichein Handwerk mit hoher Fehlerquote; erst nach dem Lernpfad und im Demokonto
MiningBlock-Rewards für RechenleistungDifficulty, Strompreis, Betrug beim Cloud Mininghochfür Privatanleger in Deutschland nicht – meine Erfahrung
Empfehlen (Affiliate)Provision der AnbieterInteressenkonflikt: Sie empfehlen, was zahlt, nicht was gut isthochso finanziert sich diese Seite – deshalb steht bei jedem Link, dass es ein Partnerlink ist, und Anbieter ohne Zulassung fliegen raus

Der Reihe nach: so würde ich heute anfangen

  1. Verstehen, bevor Geld fließt: Der Lernpfad in sechs Modulen – kostenlos, mit Demokonto-Übungen.
  2. Zugelassenen Anbieter wählen: Nur Anbieter mit MiCA-Zulassung oder BaFin-Aufsicht, mit geprüften Gebühren – Börsen-Vergleich.
  3. Sparplan starten: Bitcoin und Ethereum, Betrag, den Sie fünf Jahre nicht brauchen, Dauerauftrag von der Bank.
  4. Selbst verwahren: Ab einem Bestand, dessen Verlust schmerzt, auf die Hardware-Wallet.
  5. Erst dann Zusatzerträge: Staking für Proof-of-Stake-Coins, die ohnehin liegen. Lending und Trading nur, wenn Sie das Risiko in einem Satz benennen können.
  6. Steuern dokumentieren: Haltefrist ein Jahr, Freigrenzen, Transaktionsexport – Krypto-Steuern.

Was ich seit 2017 gelernt habe

Ich habe im April 2017 meine ersten Ether gekauft und seitdem fast jeden Weg auf dieser Liste ausprobiert. Verdient hat am Ende das Halten – durch zwei Bärenmärkte hindurch, in denen die Bestände zeitweise 70 bis 80 Prozent unter Wasser standen. Verloren habe ich 2017 mit Mining (Cloud-Pakete und zwei Antminer, deren Difficulty sich vor der Lieferung verhundertfachte) und 2022 mit Celsius und BlockFi, die beide innerhalb weniger Monate insolvent wurden. Kurzfristiges Trading habe ich nach ersten Versuchen aufgegeben, weil Gebühren und Nerven den Ertrag fraßen. Was geblieben ist: Sparplan, Staking auf Bestände, die ohnehin liegen, und die Karte im Alltag – langweilig, aber es funktioniert.

Häufige Fragen

Kann man mit Kryptowährungen wirklich Geld verdienen?

Ja – vor allem durch langfristiges Halten über Zyklen hinweg und durch Netzwerk-Rewards (Staking). Kurzfristiges Trading, Signalgruppen und Mining funktionieren für die meisten Privatanleger nicht. Wer 2017 Bitcoin gekauft und gehalten hat, steht gut da; wer täglich gehandelt hat, meist nicht.

Wie viel Startkapital brauche ich?

So wenig wie 1 Euro bei Trade Republic oder 0,01 Euro bei BISON. Entscheidend ist nicht der Betrag, sondern dass Sie ihn über Jahre nicht brauchen.

Was ist die sicherste Methode?

Es gibt keine sichere. Am wenigsten riskant ist ein Sparplan in Bitcoin oder Ethereum bei einem zugelassenen Anbieter, mit Beträgen, deren Verlust Sie verkraften, und regelmäßiger Übertragung auf die eigene Wallet.

Muss ich Krypto-Gewinne versteuern?

Ja, in Deutschland als privates Veräußerungsgeschäft: steuerpflichtig, wenn Kauf und Verkauf weniger als ein Jahr auseinanderliegen und die Gewinne über der Freigrenze von 1.000 € im Jahr liegen; Staking- und Lending-Erträge als sonstige Einkünfte (Freigrenze 256 €). Details unter Krypto-Steuern.

Womit soll ich anfangen?

Mit dem Lernpfad und einem Demokonto. Dann ein kleiner Sparplan. Alles andere – Staking, Lending, Trading – erst, wenn Sie verstehen, woher der Ertrag kommt und was schiefgehen kann.

Hinweis: Diese Übersichtsseite enthält keine Partnerlinks; die verlinkten Vergleiche und Erfahrungsberichte kennzeichnen ihre Affiliate-Links. Risikohinweis: Kryptowährungen sind hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich. Dieser Beitrag ist keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.

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